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Technische Konzeption |
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Zu einem technischen Konzept gehören alle Informationen, die ein Programmierer
benötigt, um ohne großes Kopfzerbrechen schnell codieren zu können.
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Lastenheft |
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Ein Lastenheft wird i.d.R. vom Kunden erstellt und beschreibt die gewünschten
Leistungen und Funktionen, die die Anwendung bieten soll.
Bei kleinen Projekten (weniger als 6 Tage) wird schon auf Basis eines solchen Lastenheftes mit der Entwicklung
begonnen - bei enger Zusammenarbeit mit dem Kunden ("auf Zuruf") durchaus eine
sinnvolle und flexible Variante.
Allerdings sind Zeit- und Kostenschätzungen zu diesem
Zeitpunkt nur "Hausnummern", die relativ wenig Aussagekraft haben. Zudem können spontane
Änderungswünsche schnell mehr als 30% Zusatzaufwand bedeuten
Daher werden derartige Projekte nach Aufwand (statt Pauschal) abgerechnet.
Bei Projekten ab 6 Manntagen wird am besten ein Pflichtenheft erstellt.
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Pflichtenheft |
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Das Pflichtenheft basiert auf dem Lastenheft und umfasst als unverzichtbares Element
alle Benutzer-Eingaben und die jeweiligen Programm-Ausgaben (Ergebnislisten, Aufforderungen
zu weiteren Eingaben, Fehlermeldungen).
Eine sinnvolle Struktur eines Pflichtenheftes ergibt sich durch die Unterteilung in Anwendungsfälle.
Ein Anwendungsfall ("Use Case") ist immer genau eine Aufgabe, die zu bewältigen ist.
Bei Bedaf kann zwischen generellen Anwendungsfällen
(z.B. die Konfiguration der Anwendung) und Benutzer-Fällen unterschieden werden.
Mit einem Ablaufdiagramm, was den Weg von einem Anwendungsfall zum anderen beschreibt,
wird das Pflichtenheft abgerundet (Selbstverständlich gehören auch noch Zeitpläne
und die Definition von Meilensteinen dazu - doch würde eine Beschreibung
den Rahmen hier sprengen).
Interessanterweise lassen sich aus einem derartigen Pflichtenheft mit wenig Mehraufwand
komplette Programm-Dokumentationen erstellen.
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Screens |
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Ergänzend zum Pflichtenheft werden zu jedem Anwendungsfall die entsprechenden
Bildschirmmasken (Screens) entworfen. Die Screens sind nicht designed, sondern
beinhalten ausschliesslich die benötigten Elemente wie Eingabe-Felder, Selektboxen,
Ausgabe-Listen, Schaltflächen, Hinweistexte usw.
Im Idealfalle werden Pflichtenheft und Screens vom Kunden abgenommen, bevor mit
der eigentlichen Entwicklung begonnen wird.
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Technisches Konzept |
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Aufbauend auf dem Pflichtenheft und (falls vorhanden) den Screens wird die Architektur
der Anwendung entworfen.
Benötigte Module, Layer, Klassen und Funktionen werden beschrieben; Programm-Konventionen,
Datei- und Verzeichnisnamen definiert, das Datenbank-Layout festgelegt.
Ergebnis ist ein Dokument, was, ähnlich wie das Drebuch einem Schauspieler, dem
Programmierer genaue Anweisungen gibt, was er wo wie zu tun hat.
Daraus folgen weniger Fehler und eine wesentlich schnellere Entwicklungszeit.
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Viel Aufwand - welcher Nutzen? |
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Der oben beschriebene Ablauf hat zur Folge, das wesentlich später mit der eigentlichen
Programmierung begonnen wird. Dafür muss sich der Programmierer nicht mehr mit
dem Design der Software beschäftigen, sondern kann sich ganz auf seine Aufgabe
konzentrieren. Auch die Gefahr von Fehlkonzepten und vergeblichen Entwicklertagen
verringert sich deutlich.
Unterhalb einer bestimmten Projektgröße (etwa 20 Tage) wird man auf
einige der obigen Elemente verzichten können. Die Projekte sind dann häufig
so überschaubar, dass das Lastenheft schon ausreichend sein kann.
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